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Strom und Gas - Neue Preise ab dem 1. Januar 2016

(vom 18.11.2015)

Nicht nur weil die Weihnachtszeit naht, sondern auch aufgrund der Strompreise könnte man sagen: Alle Jahre wieder.

Auch für 2016 wird sich der Strompreis wieder verändern. Während wir in 2015 eine kleine Verschnaufpause von den staatlichen Abgaben und Umlagen hatten, so erleben wir für 2016 ein neues Preisniveau, dass in ganz Baden-Würrtemberg zu spüren ist und damit jeden Stromverbraucher betrifft. Nicht nur die staatlich iniierten Abgaben und Umlagen steigen für 2016 erneut an, sondern auch die staatlich regulierten Netzentgelte. Der Übertragungsnetzbetreiber in Baden-Württemberg TransnetBW gibt hier vor allem neben der generellen Versorgungssicherheit als Kostentreiber die "Beteiligung an den Kosten für den Offshore-Netzausbau an den Küsten" an.

Damit erreichen wir im "Ländle" ein neues Preisniveau welches sich siginifkant auf den Strompreis auswirkt. Wie sich die neuen Strompreise jedoch auf Sie auswirkt, erfahren Sie von uns, wie gewohnt, schriftlich mit der Post. Sie können jedoch auch hier auf der Internetseite, unter der entsprechenden Rubrik Ihre aktuellen Preise in Erfahrung bringen. In der Strom-Grundversorgung wird eine Anpassung der Preise um 1,20 Cent/kWh netto (1,43 Cent/kWh brutto) zum 1. Januar 2016 vorgenommen.

Damit Sie auch im Detail nachvollziehen können aus welchen Umlagen sich Ihr Strompreis zusammensetzt haben wir Ihnen eine detaillierte Beschreibung der einzelnen Bestandteile erstellt. Sie finden diese gleich unterhalb dieser Mitteilung.

Doch es gibt auch Erfreuliches: Dank verbesserte Preise in der Erdgasbeschaffung konnten wir nicht nur wie die Jahre zuvor unsere Preise stabil halten, sondern sogar unsere Preise für Sie senken. In der Gas-Grundversorgung wird eine Senkung der Preise um 0,10 Cent/kWh netto (0,12 Cent/kWh brutto) zum 1. Januar 2016 vorgenommen.

Mit der EEG-Umlage wird der Ausbau erneuerbarer Energien in Deutschland gefördert. Die Erzeuger erhalten für Ihren erzeugten Strom aus erneuerbaren Energien einen festen Vergütungssatz, der durch den Letztverbraucher über die EEG-Umlage finanziert wird. Gegenüber 2015 wird die EEG-Umlage im Jahr 2016 um 0,184 Cent pro Kilowattstunde auf 6,354 ct/kWh steigen.

Damit der Anteil der Stromerzeugung aus KWK-Anlagen* in Deutschland bis 2020 auf den festgelegten Satz von 25% erhöht werden kann, wird der Ausbau der Kraft-Wärme-Kopplungen durch die KWK-Umlage gefördert. Der aktuelle Satz in 2016 beträgt 0,445 Cent/kWh.

 

*KWK (Kraft-Wärme-Kopplung) ist eine sehr effiziente Art um Strom und Wärme zu erzeugen. Durch die technische Möglichkeiten ist ein Wirkungsgrad bis zu 90% zu erreichen. Zum Vergleich: Ein Braunkohlekraftwerk hat einen Wirkungsgrad von ca. 40%.

Nach §19 der Netzentgeltverordnung sind die Netzbetreiber gesetzlich verpflichtet, stromintensive Unternehmen teilweise oder auch vollständig von der Zahlung der Netznutzungsentgelte zu befreien. Als Ausgleich dieser entgangenen Erlöse wurde 2012 erstmals diese Sonderkundenumlage erhoben. Im Jahr 2016 erhöht sich der Regelsatz um 0,141 Cent pro Kilowattstunde auf 0,378 ct/kWh.

Betreiber einer Offshore-Windkraftanlage können bei Verzögerung des Netzanschlusses Entschädigungsansprüche gegenüber dem Netzbetreiber geltend machen. Durch die Offshore Haftungsumlage werden diese Ansprüche auf den Letztverbraucher umgelegt – sofern die Verzögerung des Anschlusses nicht auf eine Fahrlässigkeit der Netzbetreiber zurückzuführen ist. Im kommenden Kalenderjahr erhöht sich der Regelsatz um 0,091 ct/kWh auf 0,040 Cent pro Kilowattstunde.

Was bedeutet die negative Umlage in 2015?
Die Haftungsumlage wurde erstmalig 2012 mit der gesetzlichen Maximalhöhe von 0,250 ct/kWh erhoben. In den letzten beiden Kalenderjahren waren die Einnahmen durch die Umlage jedoch höher als die durchgeführten Entschädigungszahlungen. Die Überschüsse müssen daher nun über die Übertragungsnetzbetreiber ausgeglichen werden. Dieser Ausgleich erfolgt über eine negative Umlage. Dadurch reduzierte sich der zu zahlende Strompreis in 2015 um 0,051 Cent je Kilowattstunde.

Die Übertragungsnetzbetreiber werden durch die Verordnung für abschaltbare Lasten zur Ausschreibung abschaltbarer Lasten und zur Angebotsannahme bis zu einer Gesamtabschaltleistung von 3.000 Megawatt verpflichtet. Die damit verbundenen Kosten werden auf die Verteilernetzbetreiber, Vertriebe und Letztverbraucher umgelagert. Gegenüber dem aktuellen Kalenderjahr wird im Jahr 2016 keine Umlage erhoben. Es folgt hier eine Senkung von – 0,006 ct/kWh auf 0,000 ct/kWh. Da die entsprechende Verordnung zum Jahresende 2015 ausläuft und für den Zeitraum ab 1. Januar 2016 keine neue Verordnung vorliegt, erfolgt bis auf weiteres keine Erhebung einer Umlage für abschaltbare Lasten. Über eine mögliche Neuauflage soll zur Mitte des Jahres 2016 hin entschieden werden.

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